Grundschule Böbingen-Gommersheim – die „Gäuschule“


Wo gibt es schon eine Schule, die mitten in den Feldern steht?
Weit und breit fruchtbare Äcker, im Westen das Haardtgebirge und der Pfälzerwald, im Süden der Lachgraben und im Dreieck der Gäudörfer Altdorf, Böbingen und Freimersheim. Etwa einen Kilometer von jedem Dorf entfernt, damit kein Schulkind des einen Dorfes weiter zum Unterricht hat als das der anderen Orte. Und dadurch auf der Gemarkung Böbingen liegend:
Die Gäuschule, genau genommen die Grundschule Böbingen-Gommersheim.

Anfang der 1960er Jahre hatten alle drei Gäudörfer die gleichen Platz- und Ausstattungsprobleme in ihren alten Schulhäusern und –klassen. Die ersten Überlegungen waren nur den eigenen Schülern gewidmet, doch dann empfahlen die Behörden eine Verbandsschule für Altdorf, Böbingen und Freimersheim. Die Idee war erst gewöhnungsbedürftig, doch dann sah man die Vorteile.
1963 wurde der Grundstein gelegt; zu diesem Zeitpunkt gab es insgesamt 232 Schulkinder: 85 in Altdorf, 55 in Böbingen und 92 in Freimersheim. Am 24. April 1965 konnte die Gäuschule mit Schulturnhalle und Lehrküche als echtes Gemeinschaftswerk – die erste Verbandsschule in Rheinland-Pfalz – eingeweiht werden und bereits am 26. April 1965 konnten die Kinder in das Schulgebäude einziehen.
Schon am 1. Dezember 1966 wurden die Achtklässler zu Beginn des zweiten Kurzschuljahres 1966/67 in ein neuntes Pflichtschuljahr überwiesen und mit dieser Neukonzipierung erstmals Kinder aus der Gemeinde Gommersheim aufgenommen.
Den Schultransport führte Hausmeister Andres mit einem VW-Bus durch.
Die Schülerzahl wuchs weiter und so wurde die Lösung gefunden, dass das Schulgebäude in Gommersheim mit einbezogen und die Klassen verteilt wurden. Der fahrplanmäßige Bus der Gäulinie übernahm die Beförderung der Schüler.
Am 1. Oktober 1972, mit Bildung der Verbandsgemeinde, ging der Schulverband Altdorf-Böbingen-Freimersheim in die Trägerschaft der Verbandsgemeinde Edenkoben über.
Zum 1. August 1975 wurde die zweiklassige Grundschule Gommersheim der Volksschule Böbingen mit 72 Schülern zu einer gemeinsamen Volksschule Böbingen-Gommersheim eingegliedert. Eine Schule mit zwei Schulgebäuden an zwei Orten: eine jahrzehntelange Lösung.
Bei der Umbenennung der Volksschule in „Hauptschule“ wurde die Gäuschule zur „Grund- und Hauptschule Böbingen-Gommersheim“. Nach der Abschaffung der Hauptschulen firmiert sie seither unter „Grundschule Böbingen-Gommersheim“.

Nach über fünf Jahrzehnten erfolgreicher Wissensvermittlung kann mit Fug und Recht die damalige Idee der Verbandsschule als gelungen bezeichnet werden.
Generationen von Kindern aus Altdorf, Böbingen und Freimersheim fahren und fuhren mit ihren Fahrrädern relativ sicher und ohne großes Verkehrsaufkommen, in Gruppen mit ihren Freunden, täglich in die Schule und genießen die Lage in der freien Natur.
Schauen und lesen Sie alles weitere unter https://www.gaeuschule.eu

Ab dem Schuljahr 2017/18 wird die Gäuschule Ganztagsschule in Angebotsform. Näheres können Sie diesem Artikel entnehmen.
Quelle: Amtsblatt der Verbandsgemeinde Edenkoben, Ausgabe KW 29/2016, Seite 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg nach Freimersheim