Offizielle Straßen- und Baufreigabe am 25. Juli 2019



Liebe Freimersheimerinnen und Freimersheimer,
liebe Gäste,
zur heutigen Straßen- und Baufreigabe im Neubaugebiet Rieshübel II möchte ich Sie auch namens des Gemeinderats herzlich begrüßen.

Besonders begrüße ich
- den 1. Verbandsgemeinde-Beigeordneten Eberhard Frankmann,
- Herrn Dipl.-Ing. Carsten Eschwe, VG-Edenkoben
- Herrn Nils Struppler, VG-Werke
- Herrn Dipl.-Ing. Michael Scherberger, Inhaber Ing.-Büro Schulbaum, Landau
- Herrn Christian Hambsch, Inhaber Bauunternehmen Hambsch, Bellheim
- Frau Brigitte Busch, Inhaberin Planungsbüro Stadtconcept
- Frau Petra Kuchenbecker-Kühn, Thüga Energienetze
- Herrn Nobert Schmidt, Sicherheits- und Gesundheitskoordinator auf der Baustelle
- Ratsmitglied Heike Dernberger für die Berichterstattung in der Presse

Des Weiteren begrüße ich sehr alle Grundstückseigentümer und zukünftige Bauherren sowie alle Bürgerinnen und Bürger

Es ist geschafft! Ein großes zukunftsweisendes Projekt in unserem Dorf wurde erfolgreich beendet.
Aber zuvor waren einige Hürden zu überwinden, lassen Sie mich kurz darauf eingehen:
Begonnen hat alles im Sept. 2014 mit Beratungen des damals frisch gewählten Gemeinderats.
Wir waren uns einig, dass wir in kurzer Zukunft für die einheimische Bevölkerung, besonders junger Menschen Bauland zur Verfügung stellen wollen und hierzu das Gebiet „Rieshübel II“, das seit Beginn der in 2000er Jahre im Flächennutzungsplan als Bauland ausgewiesen war, nutzen wollen.
Da bereits in Rieshübel I archäologische Funde gemacht wurden, war uns bewusst, dass dies etwas länger dauern kann.
Und tatsächlich mussten solche Grabungen wieder durchgeführt werden.
Diese Grabungen, die zu 100 % mit 12,52 € pro qm durch die Grundstückseigentümer finanziert sind, wurden im Jahr 2016 durchgeführt.
Zum Ende der Ausgrabungen wurde uns präsentiert, dass nicht nur, wie vermutet, Grabfelder aus der Merowingerzeit, sondern auch Keramikfunde, die der späten Bronzezeit zugeordnet werden und Hausgrundrisse, aus der Jungsteinzeit, also 5000 Jahre v. Chr. zum Vorschein kamen.
Wer sich nun hier niederlässt, baut also auf historischen Boden und es gilt somit als sicher, dass dieses Gebiet schon seit nahezu 7000 Jahren besiedelt ist. Eben schon immer ein fruchtbares Land!

Nach den Grabungsarbeiten konnten die Planungsarbeiten am Bebauungsplan sowie der Straßenplanung durchgeführt werden und nach erfolgreicher Ausschreibung hat die Firma Hambsch die Erschließungsarbeiten am 25. Juni 2018 aufgenommen und wie versprochen nach genau einjähriger Bauzeit am 28.06.2019 beendet.
Diese Termintreue und die hohe Qualität in der Ausführung ist das Ergebnis Ihrer Arbeit, sehr geehrter Herr Hambsch. Dafür möchte ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern und Subunternehmen sehr herzlich danken. In der heutigen Baubranche ist diese keine Selbstverständlichkeit mehr!

Im letzten Jahr wurde auf der knapp zwei Hektar großen Fläche im wahrsten Sinne des Wortes viel bewegt:
Um sich dies etwas vorzustellen, lassen Sie die nachfolgenden Daten auf sich wirken:
Aushub für Straße: 2.600 m³
Aushub für Leitungsgraben Hauptkanal: 2.300 m³
Aushub für Leitungsgraben Hausanschlussleitungen: 1.400 m³
Aushub für Wasserleitung/Gasleitung Graben: 550 m³
Somit Aushub gesamt: 6.850 cbm

Einbau von Bodenverbesserung 1.800 m³
damit Bordsteine 1.450 m
Asphaltfläche 730 m²
Pflasterfläche 2.900 m²
hergestellt werden konnten.

Vor dem Straßenbau wurden die Kanal- und Wasserversorgungsarbeiten im Auftrag der VG Werke durchgeführt.
Hierzu wird mein Kollege Eberhard Frankmann später mehr sagen.

Für die gesamte Erschließungsmaßnahme sind 1.310.000,00 EUR veranschlagt.
Hiervon entfallen 622.370,00 € auf den Straßenbau
516.490,00 € auf den Kanalbau,
146.023,00 € auf die Wasserversorgung
und 25.270,00 € auf die Gasversorgung

Aus heutiger Sicht liegen die Kosten nach Beendigung der Maßnahme im Rahmen, sodass sich die Grundstückseigentümer mit ca. 70,00 € pro qm beitragspflichtiger Fläche an den Erschließungskosten beteiligen werden.
Verehrte Anwesende, mit dieser zum Teil detallierten Auflistung wollte ich Sie nicht langweilen, sondern aufzeigen, welches Ausmaß und Dimension die Erschließungsmaßnahme hat. Und dies wurde alles in genau einem Jahr, bei einem relativ milden Winter, durchgeführt.
Im Spätjahr müssen dann noch die Bepflanzungen der Beete vorgenommen werden und in kurzer Zeit noch die Straßenbeschilderung aufgestellt werden.
Zwei originelle Namen werden diese zieren.
Die 33 Baugrundstücke liegen nämlich in den Straßen „Im Rieshübel“ und „Frimarstraße“
Baugrundstücke mit hoher Wohnqualität in ruhiger Lage und bester technischer Erschließung: Wasser, Abwasser, Strom, Gas und Glasfaserinternet auf allen Baugrundstücken.
Gerade die Straßenanordnung und Ausbau auch in sog. Wohnhöfen sowie eines Gemeinschaftsplatzes verspricht eine hohe Wohn- und Lebensqualität.

Meine Damen und Herren, liebe Gäste, heute ist ein Tag der Freude!
Freude darüber, dass alles so gut gelungen ist.
Freude darüber, dass dies alles, auch mit Gottes Hilfe, ohne Zwischenfälle und Unfälle über die Bühne gegangen ist.
Aber auch ohne Menschen, die das positiv beeinflusst haben, wäre es nicht gegangen und so möchte ich es am Ende meiner Ansprache nicht versäumen herzlich zu danken:

Fa. Hambsch Tiefbau GmbH - Herr Hambsch
Ingenieurbüro Schulbaum e.K. - Herr Scherberger / Herr Wittmann
Verbandsgemeinde - Herrn Carsten Eschwe
Verbandsgemeindewerke - Herr Thomas Stahl
Verbandsgemeindewerke - Herrn Nils Struppler
Verbandsgemeindewerke - Herrn Norbert Wagner
SC Stadtconcept GmbH - Frau Busch
Bettina Krell GmbH - Frau Krell
Thüga Energienetze GmbH - Petra Kuchenbecker-Kühn
Pfalzwerke Netz AG - Herr Treber
Inexio GmbH - Herr Kühn
SiGeKo- Herrn Norbert Schmitt

Dank ab die anliegenden Anwohner im Rieshübel I und in der Hauptstraße, die im vergangenen Jahr doch einigen Lärm und Staub ertragen mussten.
Für heute Abend einen herzlichen Dank an Richard und Karin Staub sowie Toni und Gabi Gleich, die für die Freimersheimer Sportvereinigung den Ausschank organisiert und durchgeführt haben.
Einen großen Dank an Herrn Hambsch, dass er diesen finanziert.

Freuen wir uns nun auf die Zukunft und wünschen uns, dass hier viele nette und freundliche Menschen ein Zuhause finden, die sich in unserem Dorf wohlfühlen und heimisch werden.
Die Straßen sind nun offiziell geöffnet und mit dem Häuserbau kann begonnen werden.

Lassen Sie uns gemeinsam anstoßen!
Ein Prosit auf „Rieshübel II“


Die Verbandsgemeinde Edenkoben weist darauf hin, dass Bauanträge für das Neubaugebiet Rieshübel II ab Montag, 15. Juli, beim Fachbereich Bauen und Umwelt eingereicht werden können (Amtsblatt Verbandsgemeinde Edenkoben, Ausgabe 28/2019, Seite 10).

Wohnen inmitten von Weinbergen
Baubereites Neubaugebiet Im Rieshübel II - Panoramafotos
Stand: 15.07.2019


Fortgang der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet „Rieshübel II“
Stand: 21.08.2018


Spatenstich im Neubaugebiet „Rieshübel II“


Chronik

  • September 2014: Beratungen des damals frisch gewählten Gemeinderats.
  • Dezember 2014: Da bereits in Rieshübel I archäogloische Funde gemacht wurden, mussten Prospektionen beauftragt werden.
  • März 2015: Zwei Weinberge wurden für Untersuchungsflächen gerodet und im Mai die Untersuchungsarbeiten durchgeführt. Schnell war klar, dass wieder gegraben werden musste und dies die Grundstückseigentümer bezahlen müssen.
  • Oktober 2015: Dies haben wir den Eigentümern bei einer Versammlung mitgeteilt und für die Maßnahme offensiv geworben. Mit dem Votum aus dieser Versammlung wurde im November der Grundsatzbeschluss für archäogloische Grabungen gefasst und den Eigentümern eine öffentlich-rechtliche Erschießung mit 10 %iger Beteiligung der Gemeinde zugesichert.
  • März 2016: Grundstücke im südlichen Bereich werden durch die Gemeinde angekauft; Restliche Eigentümer stimmen der Kostenübernahme für Grabungen zu.
  • Mitte April 2016: Beginn der Grabungsarbeiten.
  • Juli 2016: Beauftragung des Büros Stadtconcept Landau für die Erstellung eines Bebauungsplans und dem Büro Krell, Oberotterbach für die Naturschutzrechtliche Planung.
  • August 2016: Alle Eigentümer auch nördlich des Wirtschaftswegs stimmen einer Grabungskostenübernahme zu, bzw. verkaufen Ihre Grundstücke an die Gemeinde.
  • September 2016: Erste Entwürfe des Bebaungsplans werden im Gemeinderat vorgestellt, das Ing-Büro Schulbaum wird mit der zukünftigen Straßenplanung beauftragt.
  • Ende September 2016: Tag der offenen Grabungsstätte. Hier wurde präsentiert, dass nicht nur, wie vermutet, Grabfelder aus der Merowingerzeit, sondern auch Keramikfunde, die der späten Bronzezeit zugeordnet werden, sowie Hausgrundrisse aus der Jungsteinzeit, also 5 Tausend Jahre v. Chr., zum Vorschein kamen.
  • Weihnachten 2016: Ende der Grabungsarbeiten.
  • März 2017: Einleitung des Baulandumlegungsverfahren durch das Vermessungs- und Katasteramt Landau.
  • April 2017: Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplanverfahren Juli 2017: Einarbeitung von Änderungen in den Bebaungsplan.
  • August 2017: Der Bebaungsplan wurde als Satzung beschlossen und erlangte somit Rechtskraft.
  • Dezember 2017: Beginn der Straßenplanung und Vorstellung der ersten Entwürfe.
  • Januar 2018: Nach kleinen Änderungen konnte die Entwurfsplanung zur Straßenplanung beschlossen und die Arbeiten ausgeschrieben werden.
  • April 2018: Vergabe der Erschließungsarbeiten mit Tiefbauarbeiten beim Straßenbau an die Firma Hambsch aus Bellheim.
  • 25. Juni 2018 bis 28. Juni 2019 Erschließungsarbeiten durch Tiefbau Hambsch GmbH, Bellheim
  • 15. Juli 2019 Ab sofort können Bauanträge bei der Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben – Fachbereich Bauen und Umwelt – eingereicht werden
  • 26. Juli 2019 Offizielle Straßen- und Baufreigabe des Neubaugebiets mit 33 Bauplätzen in den Straßen „Im Rieshübel“ und „Frimarstraße“.