Fortgang der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet Rieshübel II“
Stand: 21.08.2018


Spatenstich im Neubaugebiet „Rieshübel II“


Liebe Freimersheimerinnen und Freimersheimer, liebe Gäste,
zum heutigen offiziellen 1. Spatenstich für dieses Neubaugebiet Rieshübel II möchte ich Sie auch namens des Gemeinderats herzlich begrüßen.
Besonders begrüße ich
-Herrn Scherberger, Inhaber Ing.-Büro Schulbaum, LD
-Herrn Hambsch, Inhaber Tiefbauunternehmen Hambsch, Bellheim
-Frau Krell, Inhaberin Büro Krell aus Bad Bergzabern
-die Herren Stahl und Struppler von den VG-Werken sowie Heike Dernberger als Vertreterin für die Presse.

Ein herzliches Willkommen auch den Grundstückseigentümer im Planungsgebiet, den „Nachbarn aus Rieshübel I“ sowie der zahlreich erschienenen Bevölkerung.
Wir freuen uns alle sehr, dass dieser heutige Tag gekommen ist, aber zuvor waren einige Hürden zu überwinden.
Lassen Sie mich zur Entwicklung stichpunktartig die einzelnen wichtigen Stationen aufzählen:

Begonnen hat alles im September 2014 mit Beratungen des damals frisch gewählten Gemeinderats. Wir waren uns einig, dass wir in kurzer Zukunft für die einheimische Bevölkerung, besonders junger Menschen, Bauland zur Verfügung stellen wollen und hierzu das Gebiet „Rieshübel II“, das seit Beginn der 2000er Jahre im Flächennutzungsplan als Bauland ausgewiesen war, nutzen wollen.
Da bereits in Rieshübel I archäogloische Funde gemacht wurden, war uns bewusst, dass dies etwas länger dauern kann.
Da wir dies genauer wissen wollten, ja mussten, wurden im Dezember 2014 sogenannte Prospektionen beauftragt. Hierzu wurden im März 2015 zwei Weinberge für Untersuchungsflächen gerodet und im Mai die Untersuchungsarbeiten durchgeführt.
Schnell war klar, dass wieder gegraben werden musste und dies die Grundstückseigentümer bezahlen müssen.
Dies haben wir den Eigentümern bei einer Versammlung im Oktober 2015 mitgeteilt und für die Maßnahme offensiv geworben.
Mit dem Votum aus dieser Versammlung wurde im November der Grundsatzbeschluss für archäogloische Grabungen gefasst und den Eigentümern eine öffentlich-rechtliche Erschießung mit 10 %iger Beteiligung der Gemeinde zugesichert.

März 2016: Grundstücke im südlichen Bereich werden durch die Gemeinde angekauft; Restliche Eigentümer stimmen der Kostenübernahme für Grabungen zu Mitte April 2016 beginnen die Grabungsarbeiten

Juli 2016: Beauftragung des Büros Stadtconcept Landau für die Erstellung eines Bebauungsplans und dem Büro Krell, Oberotterbach für die Naturschutzrechtliche Planung

August 2016: Alle Eigentümer auch nördlich des Wirtschaftswegs stimmen einer Grabungskostenübernahme zu, bzw. verkaufen Ihre Grundstücke an die Gemeinde

September 2016: Erste Entwürfe des B-Plans werden im Gemeinderat vorgestellt, das Ing-Büro Schulbaum wird mit der zukünftigen Straßenplanung beauftragt.
Der Tag der offenen Grabungsstätte findet zum Monatsende statt.

Hier wurde präsentiert, dass nicht nur, wie vermutet, Grabfelder aus der Merowingerzeit, sondern auch Keramikfunde, die der späten Bronzezeit zugeordnet werden, sowie Hausgrundrisse aus der Jungsteinzeit, also 5 Tausend Jahre v. Chr., zum Vorschein kamen. Wer sich hier niederlässt, baut also auf historischen Boden und es gilt somit als sicher, dass dieses Gebiet schon seit nahezu 7000 Jahren besiedelt ist.
Eben schon immer ein fruchtbares Land!

Die Grabungsarbeiten endeten zu Weihnachten 2016.

Im März 2017 wurde dann das Baulandumlegungsverfahren durch das Vermessungs- und Katasteramt Landau eingeleitet.

Und im April 2017 die Öffentlichkeit am Bebauungsplanverfahren beteiligt.

Im Juli 2017 wurden nochmals Änderungen in den B-Plan eingearbeitet.

Dieser wurde im August 2017 als Satzung beschlossen und erlangte somit Rechtskraft. Damit konnte die Straßenplanung beginnen und im Dezember 2017 die ersten Entwürfe hierzu vorgestellt werden.

Nach kleinen Änderungen konnte die Entwurfsplanung zur Straßenplanung bereits im Januar 2018 beschlossen und die Arbeiten ausgeschrieben werden.

Ende April erfolgte dann die Vergabe der Erschließungsarbeiten mit Tiefbauarbeiten beim Straßenbau an die Firma Hambsch aus Bellheim, die letzte Woche, am 25. Juni, ihre Arbeit aufgenommen hat.

Verehrte Anwesende, mit dieser zum Teil detalierten Auflistung wollte ich Sie nicht langweilen, sondern aufzeigen, welch zum Teil beschwerlichen Weg ein solches Verfahren bis zum Häuserbau, mit dem wir ca. im September 2019 rechnen können, braucht.

Ich bedanke mich bei allen, die im Vorfeld dazu beigetragen haben, dass nun die Erschließung beginnen kann. Bei den Mitarbeitern der VG-Verwaltung und des Vermessungsamtes, den Planungs- und Ingenieurbüros sowie den Mitgliedern des Umlegungsausschusses.
Aus finanzieller Sicht besonders bei den Grundstückseigentümern im Planungsgebiet, die die 12,52 € pro Quadratmeter für Grabungskosten übernommen bzw. ihre Grundstücke an die Gemeinde verkauft haben. Ohne diese Entscheidungen und Einsicht stünden wir heute nicht hier und es könnten im nächsten Jahr keine Häuser auf 33 Baugrundstücke gebaut werden.

Es ermöglicht der Gemeinde nun 14 Bauplätze mit insgesamt 6.873 qm zu verkaufen.
Im August wollen wir den Quadratmeterpreis hierfür festsetzten und ab September vorerst nur an Freimersheimer bzw. Dorfrückkehrer verkaufen.
Die Liste der einheimischen Interessenten ist bereits schon lang und wir können somit unser Ziel aus dem Jahr 2014 „Bauland für Freimersheimer“ verwirklichen.
Meine Damen und Herren, liebe Gäste, ich hoffe es gelingt uns nun zusammen mit den Planern, den Versorgungsträgern und insbesondere der Firma Hambsch eine gute Arbeit abzuliefern und die Maßnahme zügig und in höchster Qualität durchzuführen.
Hoffen wir, dass dies ohne Zwischenfälle und Unfälle über die Bühne geht. Möge uns dies auch mit Gottes Hilfe gelingen.
Freuen wir uns auf die Zukunft und wünschen uns, dass hier viele nette und freundliche Menschen ein Zuhause finden, die sich in unserem Dorf wohlfühlen und heimisch werden.


Bebauungsplan

Der Gemeinderat Freimersheim hat in seiner Sitzung vom 22. August 2017 den Bebauungsplan „Rieshübel II“ als Satzung beschlossen. Der Bebauungsplanbeschluss wurde im Amtsblatt der Verbandsgemeinde Edenkoben in der Ausgabe vom 7. September, KW 36/2017, Seite 11, bekannt gemacht.

Informationen dazu erteilen:

Ortsbürgermeister Daniel Salm, Tel. 06347 9829866, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beigeordneter Karl Thews, Tel. 06347 607730, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Umlegung

Auslegung von Bestandskarte und Bestandsverzeichnis zur Baulandumlegung „Rieshübel II“

Der Umlegungsausschuss der Ortsgemeinde Freimersheim
(Geschäftsstelle: Vermessungs- und Katasteramt Rheinpfalz, Pestalozzistraße 4, 76829 Landau in der Pfalz) informiert im Amtsblatt der Verbandsgemeinde Edenkoben vom 10.08.17, KW 32/2017 auf Seite 8 dass die Bestandskarte und das Bestandsverzeichnis, in denen der Nachweis des Grundbuchs und des Liegenschaftskatasters für alle Grundstücke des Umlegungsgebietes aufgeführt ist, in der Zeit
vom 21. August bis 20. September 2017
bei der Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben, Bauverwaltung, Zimmer 307, Poststraße 23, 67480 Edenkoben, zur Einsichtnahme während der Dienststunden öffentlich ausliegen:

Montag bis Freitag vormittags 8.30 bis 12.00 Uhr
Dienstag nachmittags 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag nachmittags 14.00 bis 18.00 Uhr

Chronik

  • September 2014: Beratungen des damals frisch gewählten Gemeinderats.
  • Dezember 2014: Da bereits in Rieshübel I archäogloische Funde gemacht wurden, mussten Prospektionen beauftragt werden.
  • März 2015: Zwei Weinberge wurden für Untersuchungsflächen gerodet und im Mai die Untersuchungsarbeiten durchgeführt. Schnell war klar, dass wieder gegraben werden musste und dies die Grundstückseigentümer bezahlen müssen.
  • Oktober 2015: Dies haben wir den Eigentümern bei einer Versammlung mitgeteilt und für die Maßnahme offensiv geworben. Mit dem Votum aus dieser Versammlung wurde im November der Grundsatzbeschluss für archäogloische Grabungen gefasst und den Eigentümern eine öffentlich-rechtliche Erschießung mit 10 %iger Beteiligung der Gemeinde zugesichert.
  • März 2016: Grundstücke im südlichen Bereich werden durch die Gemeinde angekauft; Restliche Eigentümer stimmen der Kostenübernahme für Grabungen zu.
  • Mitte April 2016: Beginn der Grabungsarbeiten.
  • Juli 2016: Beauftragung des Büros Stadtconcept Landau für die Erstellung eines Bebauungsplans und dem Büro Krell, Oberotterbach für die Naturschutzrechtliche Planung.
  • August 2016: Alle Eigentümer auch nördlich des Wirtschaftswegs stimmen einer Grabungskostenübernahme zu, bzw. verkaufen Ihre Grundstücke an die Gemeinde.
  • September 2016: Erste Entwürfe des Bebaungsplans werden im Gemeinderat vorgestellt, das Ing-Büro Schulbaum wird mit der zukünftigen Straßenplanung beauftragt.
  • Ende September 2016: Tag der offenen Grabungsstätte. Hier wurde präsentiert, dass nicht nur, wie vermutet, Grabfelder aus der Merowingerzeit, sondern auch Keramikfunde, die der späten Bronzezeit zugeordnet werden, sowie Hausgrundrisse aus der Jungsteinzeit, also 5 Tausend Jahre v. Chr., zum Vorschein kamen.
  • Weihnachten 2016: Ende der Grabungsarbeiten.
  • März 2017: Einleitung des Baulandumlegungsverfahren durch das Vermessungs- und Katasteramt Landau.
  • April 2017: Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplanverfahren Juli 2017: Einarbeitung von Änderungen in den Bebaungsplan.
  • August 2017: Der Bebaungsplan wurde als Satzung beschlossen und erlangte somit Rechtskraft.
  • Dezember 2017: Beginn der Straßenplanung und Vorstellung der ersten Entwürfe.
  • Januar 2018: Nach kleinen Änderungen konnte die Entwurfsplanung zur Straßenplanung beschlossen und die Arbeiten ausgeschrieben werden.
  • April 2018: Vergabe der Erschließungsarbeiten mit Tiefbauarbeiten beim Straßenbau an die Firma Hambsch aus Bellheim.
  • Juni 2018: Die Firma Hambsch beginnt mit ihrer Arbeit.