Dorfjugend Freimersheim

Die Dorfjugend Freimersheim e.V. möchte sich herzlich für die große Mithilfe aller bedanken, die uns bei der Edeka-Initiative „SPIELPLATZ.schöner.machen.“ mit ihren Stimmen für unseren Spielplatz unterstützt haben! Leider haben wir es auch durch die starke Konkurrenz nicht auf einen der ersten neun Ränge geschafft, sodass unser Projekt leider nicht unterstützt wird. Dennoch ist an unserer Platzierung (Platz 41 von 124) klar zu erkennen, dass es den Willen und auch den Bedarf für eine Veränderung/Verschönerung unseres Spielplatzes gibt. Deshalb wollen wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, um unserem Spielplatz bald möglichst ein neues Gesicht zu geben. Bereits auf der Kerwe haben wir durch Spenden und den Verkauf von Waffeln fast 100 € einsammeln können.

Der Vorstand


Storchenpaten für Jungstörche Luisa, Frieda und Ylvie

Anlässlich der Freimersheimer Kerwe wurde am Kerwemontag, wie in den vorhergehenden Jahren auch, die Storchenberingung durchgeführt. Einfach machten es die drei Jungstörche Christian Reis von der „Aktion Pfalzstorch“ in diesem Jahr nicht und machten ihre ersten Flug- und Fluchtversuche. Zwei der Ausreißer konnten gleich wieder eingefangen und in ihr Nest auf dem Dach des Hauses der Gemeinde in der Hauptstraße 63 zurück gebracht werden.



Die Storchenpatenschaften werden in Freimersheim regelmäßig anlässlich der Kerwe versteigert und der Erlös kommt immer der Aktion Pfalzstorch und dem Storchenzentrum Bornheim zugute. Höchstbieter in diesem Jahr waren Hans Salm und Kurt Weber, die ihren Störchen die Namen „Luisa“ und „Frieda“ gaben. „Ylvie“, die einen Tag lang ihr Jungstorchdasein ohne Nestfürsorge ausprobierte, erhielt ihren Namen von ihren Paten Irene und Horst Barth. Da nicht noch einmal die Nestruhe gestört werden sollte, lebt Ylvie nun im Storchenzentrum Bornheim und wird die Reise in den Süden von dort aus antreten.


Kerwe in Freimersheim

Download der Kerweredd' 2017.

Kerwerednerinnen: Heike Dernberger, Christine Leibig und Barbara Luckhardt


Maifest der Dorfjugend und Ökumenischer Motorrad-Gottesdienst eine gelungene Kombination

Am 1. Mai hatte die Dorfjugend bereits zum dritten Mal zum Maifest in und um das Haus der Gemeinde mit Aufstellen eines Maibaums im Dorfzentrum eingeladen. Auch in diesem Jahr kann es wieder als gelungen bezeichnet werden. Die Bevölkerung ließ ihre Dorfjugend trotz des Regenwetters nicht im sprichwörtlichen Regen stehen sondern sich gerne zum Feiern bei Weißwürsten, Brezeln und anderen Leckereien einladen und freut sich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Die Motorradfreunde Freimersheim, für die jetzt die Saison wieder begonnen hat, nahmen das Maifest zum Anlass um einen Motorrad-Gottesdienst zu organisieren und um den kirchlichen Segen für ihre Ausfahrten zu erbitten. So wurde zum ersten Mal in Freimersheim ein ökumenischer Motorrad-Gottesdienst gefeiert, den Pfarrerin Elke Wedler-Krüger (Prot. Pfarramt Im Gäu) und Pfarrer Hermann-Josef Macziol (Kath. Kirchengemeinede Maria, Mutter der Kirche) hielten, musikalisch begleitet durch Thomas Kienbaum an Gitarre und Saxofon.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Power mit der Kraft der zwei Herzen“. Trotz des anhaltenden Regens hatten sich rund 70 Gläubige beider Konfessionen auf den Weg zum Dorfplatz gemacht und nahmen, die meisten nur geschützt durch ihre Regenschirme, wenige unter einem Pavillon, am Gottesdienst teil. Zwar waren die Biker in der Minderheit, doch gerade dieses gemeinsame Singen und Beten machte auch die Unterstützung und das gute Miteinander im Dorf deutlich. Diese erstmals in Freimersheim angebotene Gottesdienstform mit „Biker-Psalm“, Fürbitten, Lob- und Dankliedern und der passenden Predigt von Pfarrer Macziol bedeutete für alle anwesenden Gläubigen eine Bereicherung.
Mit dem Segen für alle Anwesenden und der Segnung der Biker und ihrer Maschinen beendete ein lautes Aufheulen der Motoren als „Amen“ der Fahrer den besonderen Gottesdienst. Schon jetzt ist der Wunsch nach einem Gottesdienst im nächsten Jahr groß.
Direkt im Anschluss daran wurde mit dem Aufstellen des Maibaums das Maifest eröffnet.


Freifunk - Kostenfreies WLAN

Seit dem 25. November ist am Rathaus ein Freifunk-Router installiert, der der Bevölkerung und den Internetnutzern im Umkreis von Rathaus, Haus der Gemeinde und Dorfplatz die kostenfreie Nutzung ermöglicht.


Nachmittag der offenen Grabungen
Auf dem Grabungsgelände standen mehrere jungsteinzeitliche Häuser

Die erste Gruppe bei den Grabungswerkzeugen Schaubild, wie die jungsteinzeitlichen Langhäuser ausgesehen haben sowie auf dem Plan unten in der oberen Mitte erkennbar das Freimersheimer "Ei", das bisher einmalig ist in Rheinland-Pfalz
Ein Teil des Grabungsgeländes in Ost-West-Richtung Weitere abgedeckte Grabungsfelder
  Grabungsfunde, die bereits für die Ausstellungseröffnung "Archäologische Schätze der Pfalz - 70 Jahre Landesarchäologie" am 3. November im "Archäologischen Schaufenster Speyer", Gilgenstraße 13 (Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 11 - 17 Uhr) vorbereitet wurden

 

Auf sehr großes Interesse stieß am 25. September der Nachmittag der offenen Grabungen auf dem derzeitigen Grabungsgelände für das künftige Neubaugebiet Rieshübel II im Osten unseres Dorfes. Den herrlichen Altweibersommer nutzten die Freimersheimer, Grundstückseigentümer und an Archäologie Interessierte aus umliegenden Dörfern und Städten, um sich vor Ort Informationen zu beschaffen. Das sechsköpfige Grabungsteam um Grabungsleiterin Hannelore Kretzschmann und den Archäologen Markus Ortlieb sowie Dr. Ulrich Himmelmann, Leiter der Direktion Landesarchäologie - Außenstelle Speyer, hatten alle Hände voll zu tun um an den verschiedenen Stationen die örtlichen Funde und Gegebenheiten zu erläutern und Fragen zu beantworten. Die etwa 200 Besucher – Familien mit ihren Kindern waren ebenso anzutreffen wie Senioren – zeigten an allem großes Interesse. Es war ja auch spannend zu erfahren, welche Arbeiten ein großer und ein kleinerer Bagger bei den Grabungen zu verrichten haben und welche Arbeitsgeräte für die seit April das Gelände untersuchenden Personen benutzen. Viele staunten nicht schlecht, als Grabungsleiterin Hannelore Kretzschmann dafür Hacke und Spaten, Maurerkellen, Pinsel und viele andere alltägliche handwerkliche Geräte vorstellte. Den Besuchern wurde die Bedeutung der Farbunterschiede in der Erde ebenso erläutert wie die runden, dunklen oder gar schwarzen Flecken auf dem Boden. Was sich noch vor Kurzem als ein mondsichelförmiger Halbkreis darstellte, hat sich zu einem großen „Ei“ ausgewachsen und gibt dem Grabungsteam Rätsel auf. Vermutet wird, dass es direkt an das direkt danebenstehende Langhaus anschloss. Aufgrund der Tatsache, dass der Freimersheimer Fund in seiner Gesamtheit erst seit etwa einer Woche bekannt und in seiner Struktur bisher einmalig ist in Rheinland-Pfalz, können nur Vermutungen (Viehstall, Vorratshaus oder viele andere Möglichkeiten) angestellt werden. Auch das jungsteinzeitliche Langhaus hatte eine beachtliche Größe: es war 50 Meter lang und zehn Meter breit und für die Besucher mit blauen Bändern markiert um so die Größe abschätzen zu können. Auch die Funde und die Grabungspläne wurden ausgestellt und erläutert. Insgesamt, so Dr. Ulrich Himmelmann, konnten die Grundrisse oder Pfostenspuren von mehreren Langhäusern nachgewiesen werden. Erst im Nachhinein allerdings kann es durch weitere Forschungen nachgewiesen werden, ob die Häuser auf dem Gelände während der Jungsteinzeit (4900 bis 4700 v. Chr.) auf einmal oder nacheinander erbaut wurden. Zahlreiche Abfall- Brand oder Beschaffungsgruben zeugen von der Besiedlung vor knapp 7000 Jahren, in der die Menschen anfingen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. „Die Funde von Freimersheim sind uns so wichtig, dass wir einige davon in die neue Ausstellung „Archäologische Schätze der Pfalz – 70 Jahre Landesarchäologie“, die am 3. November im Archäologischen Schaufenster Speyer eröffnet wird, aufgenommen und die Planungen für die Ausstellung damit teilweise umgestellt haben“, freute sich Dr. Himmelmann.

Besiedlung auch in der Jungsteinzeit

Überwiegend Jungsteinzeitliche Funde, aber auch einige aus der Bronze- und Eisenzeit prägen die Grabungen der Landesarchäologie im Bereich des zukünftigen Neubaugebiets „Rieshübel II“ in Freimersheim.
Das sechsköpfige Team von Grabungsleiterin Hannelore Kretzschmann und dem Archäologen Markus Ortlieb sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Bettina Hünerfauth von der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe zeigt bei einem Rundgang sichtlich zufrieden über die unzähligen Fund-Kisten und die neuesten Fundstellen. Eine Prospektion zweier Grundstücke hatte im Vorfeld bereits aufgezeigt, dass zahlreiche Stellen auf eine frühe Besiedlung hinweisen.



Die Keramikfunde aus der Mittleren Jungsteinzeit (4900 bis 4700 v. Chr.) sind geprägt von der Großgartacher Kultur, erkennbar an den Verzierungsformen mit Einstichen und den mit der Spitze nach oben typischen Dreiecken. Funde aus den sogenannten „Metallzeiten“ (Bronze- und Eisenzeit) sind zwischen 2200 v. Chr. bis in die späte Hallstattzeit (ca. 450 v. Chr.) datierbar.
Bisher wurden zwei Gräber gefunden: ein neolithisches Kindergrab (Mittlere Jungsteinzeit) und ein einsames, vermutlich christliches, Grab eines Erwachsenen, beide ohne Beigaben.
Sehr viele Gruben wurden für die Speicherung von Lebensmitteln oder für die Entsorgung von Abfällen angelegt. „Hier bestand eindeutig eine Siedlung“, ist sich Kretzschmann sicher. Anhand von typischen Veränderungen in der Erde wurden Hausgrundrisse freigelegt, sichtbar durch die Holzstämme, die in entsprechenden Abständen damals mindestens 50 Zentimeter tief in den Boden gehauen wurden. Es handelt sich wahrscheinlich um den Teil eines Langhauses voraussichtlich aus der Mittleren Jungsteinzeit mit dem für diese Zeit typischen eher schiffsförmigen Grundriss. Sie boten mehr Platz im Haus und verfügten über eine Vorhalle.
Bei einer weiteren Grabung hat man circa einen Meter unter der Oberfläche eine riesige schwarz verfärbte Grube entdeckt. Hier gab es deutlich sichtbar eine ältere Grube, die dann in eine größere Grube überging und aus der auch Knochenfunde geborgen wurden.
Spannend wird es für das Grabungsteam in den nächsten Tagen: im Südwesten des Gebietes wurde aktuell eine mondsichelförmige Pfostenstellung entdeckt, deren Bedeutung noch unklar und erst durch weitere Grabungen erklärbar ist.
Alle Funde werden durch die Mitarbeiter genauestens schriftlich und fotografisch dokumentiert sowie mit Nummern versehen. Ein Plan mit größeren und kleineren orangenen, braunen, roten und blauen Flecken zeigt die genauen Fundstellen an. Darauf zeigt sich deutlich ein Band, von Südwest nach Nordost reichend, das am dichtesten belegt ist. „Selbstverständlich graben wir nur an den Flächen, die auch viele Funde versprechen“, machen Kretzschmann und Ortlieb deutlich.
An ihrem 100. Arbeitstag am 2. September haben sie von der 1,4 Hektar großen Gesamtfläche bereits 4.500 Quadratmeter untersucht; 2.000 Quadratmeter sind derzeit offen. Geöffnet werden noch rund 1.000 Quadratmeter; bis Ende Oktober sollen die Grabungen beendet sein. Dann sind fast sieben Monate Arbeit an der Freimersheimer Frühgeschichte vorbei und das Bebauungsplanverfahren „Rieshübel II“, das weitere attraktive, ruhige Wohnmöglichkeiten schafft, kann beginnen.