Kirchen in Freimersheim

Katholische Kirche

Kath. Pfarramt Maikammer, Maria, Mutter der Kirche
Pfarrer Marco Richtscheid und Pfarrer Dariusz Stankiewicz
Kirchstraße 3
67487 Maikammer
Tel. 06321 952781
Fax: 06321 952782

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Außenstelle
Hauptstraße 19
67482 Böbingen
Tel. 06327 613
http://www.trio-pfarrei.de
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Bereits 1145 besaß Freimersheim eine Pfarrkirche, die dem Hl. Martin geweiht war.
Die mittelalterliche St. Martins-Pfarrkirche wurde 1596 den Protestanten zugesprochen. Die Pfarrkirche blieb Simultankirche, bis die Freimersheimer Katholiken ab 1769 eine eigene Kapelle – die ehemalige Hofkapelle der Herren von Bassenheim - benutzen konnten. Darin wurde bis zum Ende des 19. Jahnhunderts an allen Sonn- und Feiertagen die Hl. Messe gefeiert, ausgenommen am Weißen Sonntag und an Fronleichnam, an dem die Freimersheimer Katholiken im Pfarrort – lange Zeit Großfischlingen – mitfeierten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Kapelle (1889 gab es 114 Katholiken) zu klein geworden. 1900/1901 wurde nach den Plänen von Architekt Schulte in Neustadt eine Kapelle in Freimersheim in der Ackergasse erbaut und dem heiligsten Sakrament des Altars geweiht. Sie erhielt einen Herz-Jesu-Altar und zwei Glocken. Die ehemalige Bassenheim’sche Hofkapelle wurde 1913 verkauft.

Zuletzt renoviert wurde die „kleine Kirche am Berg“ Im Jahr 2009.
Diese Renovierung, die auch mit der Entfernung der Holz- und Herstellung der Originaldecke Renovierungsfehler der 60er-Jahre behob, war auch das Verdienst des Verwaltungsrats und Freimersheimer Bürger, die sich für den Erhalt der Kirche einsetzten.
Es wurden sowohl größere Dacharbeiten im Außenbereich durchgeführt als auch Gipser- und Malerarbeiten im Innern.
Ein neu erworbener holzgeschnitzter Hochaltar ziert wieder die Ostwand. Im Rahmen der Renovierung Im Jahr 1969 war der ebenfalls holzgeschnitzte Herz-Jesu-Hochaltar entfernt und gegen einen Steinaltar ersetzt worden.

Seit 1878 wurden die Freimersheimer Katholiken vom Expositus in Böbingen seelsorgerlich betreut. Böbingen wurde 1960 zur selbständigen Pfarrei erhoben und Freimersheim zu deren Filialort.
Im Rahmen der Gemeindepastoral 2015 wurde die das Pfarramt Böbingen mit den Pfarrorten Böbingen, Großfischlingen und Venningen mit den Pfarrorten Maikammer und Kirrweiler zum Pfarramt „Maria, Mutter der Kirche“ zusammengefasst.


 

Protestantische Kirche


          Pfarrerin Elke Wedler-Krüger
          Protestantisches Pfarramt Im Gäu
          Kirchstraße 11
          67482 Freimersheim
          Tel.: 06347 1267
          Fax: 06347 6080583
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          http://www.kirche-im-gaeu.de 


Freimersheim besaß nachweislich bereits 1145 eine Pfarrkirche, die dem Heiligen Martin geweiht war. Um das Jahr 1557 muss der damalige Ortsherr zu Freimersheim, Junker Wolf(gang) von Weingarten, in den seiner Herrschaft zugehörigen Orten die Neue Lehre eingeführt haben, denn Kaiser Ferdinand ermahnte den Junker, keine Religionsneuerungen in Freimersheim zu betreiben. 1596 wurde die Kirche den Evangelischen zugesprochen. Bis 1601 fand darin katholischer Gottesdienst statt, dann evangelischer Augsburger Konfession bis 1718. 1719 wurde die Kirche den Katholiken zugesprochen, diese mussten sie aber bereits 1720 wieder an die Protestanten zurückgeben. Ab 1721 war die Kirche bis zur Errichtung einer eigenen katholischen Kapelle Mitte der 18. Jahrhunderts in Freimersheim eine Simultankirche: beide Konfessionen hatten das Nutzungsrecht. Die protestantische Pfarrei genoss bei der Übernahme der Ortsherrschaft durch den katholischen Lehnsherrn den Rechtsschutz der Bestimmungen des Westfälischen Friedens von 1648.Das Speyerer Domkapitel hatte das Patronatsrecht, ein kirchengeschichtliches Kuriosum. Das Speyer Domkapitel beauftragte den fürstbischöflichen Baumeister Leonhard Stahl, einem Schüler von Balthasar Neumann, ein neues Gotteshaus mit Chor, Sakristei und Kreuzgang zu errichten, was 1760 begonnen wurde. 1762 wurde die Kirche am Sonntag nach Fronleichnam geweiht. Nachweislich bereits seit 1521 wird in Freimersheim am Sonntag nach Fronleichnam Kirchweih gefeiert. Bis zur Französischen Revolution bestand in Freimersheim eine „Fürstbischöfliche-Speyerische Lutherische Pfarrei“. 1773 wurde die Empore errichtet. Während der Französischen Revolution wurde 1790 das Innere der Kirche verheert und als Pferdestall genutzt.
Eine gründliche Renovierung erfuhr die Kirche 1861, als auch die Orgel eingebaut wurde. 1914 bekam die Kirche einen neuen Innenanstrich.
Anlässlich des 200-jährigen Kirchenjubiläums wurde das Gotteshaus 1960 innen und 1962 auch außen renoviert. Dazwischen stand auch noch die Dachrenovierung des Turmes, der im gemeinsamen Eigentum der Kirche und der politischen Gemeinde steht und die 1988 durchgeführt wurde. In zwei Schritten wurden 2005 die jeweils umfassende Außen- und 2009/2010 die Innenrenovierung durchgeführt. Das 250-jährige Jubiläum wurde am 28. Mai 2012 mit einem Festgottesdienst gefeiert. Das barocke Gotteshaus prägt schon von Weitem die Silhouette des Ortes.

Freimersheim ist Teil der Protestantischen Kirchengemeinde Freimersheim-Kleinfischlingen-Großfischlingen und gehört mit der Protestantischen Kirchengemeinde Altdorf-Böbingen-Duttweiler-Venningen zum Protestantischen Pfarramt „Im Gäu“ mit Sitz in Freimersheim.