Weihnachtsfeier 2018
Lebendige Dorfgemeinschaft:
Breites bürgerschaftliches Engagement für die Gemeinde, Kirchen und Vereine
Danke an Sammler und Spender für Kriegsgräberfürsorge: bestes Sammelergebnis in der Verbandsgemeinde

Die nunmehr seit 50 Jahren veranstaltete gemeinsame Weihnachtsfeier der Gemeinde, Kirchen und Vereine spricht allein schon für sich: Das Miteinander ist über all die Jahre hinweg den Bürgerinnen und Bürgern wichtig und daher engagieren sie sich. Davon profitieren alle, wie Ortsbürgermeister Daniel Salm in seiner Weihnachtsansprache anlässlich der gemeinsamen Weihnachtsfeier am 15. Dezember zufrieden feststellen konnte. In der voll besetzten, weihnachtlichen Flair ausstrahlenden Frimarhalle dankte er allen, die sich in irgendeiner Form in der Gemeinde für das Gemeinwohl einsetzen, den Angestellten der Gemeinde, Haupt- und Ehrenamtlichen sowie den Beigeordneten Helmut Hoos und Karl Thews , den Rats- und Ausschussmitgliedern.
Besonders hob er die Aktiven der Senioreneinsatztruppe hervor, die seit nunmehr drei Jahren sich einmal monatlich treffen um die Freimersheimer Sportvereinigung, die Gemeinde und die Kirchen bei der Pflege der Grünanlagen und Grundstücke zu unterstützen. Dies sei ein vorbildlicher Einsatz „und macht Mut für die Zukunft“, lobte Ortsbürgermeister Salm.
Ebenfalls vorbildlich sei die jährliche Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge, die in diesem Jahr das beste Sammelergebnis im Gebiet der Verbandsgemeinde Edenkoben erbracht habe: stolze 1.240,50 Euro.
Ein weiteres Dankeschön galt allen Anliegern der Hauptstraße, der Rathausstraße und im Neubaugebiet Rieshübel für ihre Geduld. „Freimersheim glich lange Zeit einer einzigen Baustelle“ bestätigte der Ortsbürgermeister, der sich über die Fertigstellung der Arbeiten am 14. Dezember freute. Nur die Rathausstraße sei noch nicht fertig geworden, hier gebe die Witterung den Fortgang der Arbeiten vor.
Geistliche, auch nachdenklich machende, Worte zum Advent sprachen in ökumenischer Verbundenheit Pfarrerin Elke Wedler-Krüger und Pfarrer Peter Nirmaier.
Peter Rummel, 1. Vorsitzender der Freimersheimer Sportvereinigung (FSV) freute sich, dass die Gymnastik-Abteilung 2018 ihr 50-jähriges Bestehen feiern konnte. Die Abteilung, 1968 als Abteilung für Damen-Gymnastik gegründet, habe sich stetig weiter entwickelt und den Bedürfnissen angepasst. Heute bietet die Abteilung neben den verschiedenen Angeboten für Frauen auch Männergymnastik, Ball-Schule für Kinder, Eltern-Kind-Turnen sowie seit 2017 den Lauftreff. „Die Aktiven sind mit Herz und ganzer Seele dabei“ lobte Rummel. Er dankte allen, die in irgendeiner Form den Verein unterstützen, mittragen und sich einsetzen.
Peter Rummel hatte einen zweiten Grund zur Freude: Seit Freitag, 14. Dezember, ist das Sportheim an das öffentliche Abwasser angeschlossen. Ein lange gehegter Wunsch ging endlich in Erfüllung und erleichtere den Sportheim-Betrieb ungemein, freute er sich. Auch hier waren wieder Ehrenamtliche im Einsatz, die in über 300 Helferstunden halfen, die Maßnahme umzusetzen, lobte Rummel und dankte ihnen für ihre Unterstützung.
Auch Klaus Vonnieda, Vorsitzender des Kulturvereins mit den Abteilungen Gemischter Chor, Theater, Big Band und Four Connected, dankte allen, die sich im Verein in vielfältiger Form engagieren oder diesen unterstützen.

Beide Vereine, Kulturverein und FSV, ehrten verdiente Mitglieder:
Walli und Willi Mees, seit 1978 Mitglieder des Kulturvereins, wurden aufgrund ihrer 40-jährigen Treue satzungsgemäß zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Peter Rummel und die 2. Vorsitzende Julia Gimpel ehrten für die FSV folgende Personen:
Dieter Christmann für 40-jährige Mitgliedschaft.
Karin Frech, Irmgard Glaser, Wilma Kuppetz, Ursula Metz, Gerdi Reder, Gertrud Rummel und Erika Wolf wurden für 50-jährige Mitgliedschaft zu FSV-Ehrenmitgliedern ernannt.
Ebenfalls für 50 Jahre wurde Gerd Christmann geehrt. Der Ehrenschiedsrichter des Vereins ist bereits seit über zehn Jahre Ehrenmitglied „und immer da, wenn man ihn braucht“, lobte Peter Rummel.

Es wurde nicht nur geredet und geehrt, sondern mit einem abwechslungsreichen Programm das vielfältige Dorfleben dargestellt.
Mit drei weihnachtlichen Liedern eröffnete der Schulchor der Gäuschule, dessen Arbeit durch das Engagement des Kulturvereins Freimersheim, des MGV Altdorf und des MGV Böbingen finanziert wird, die Veranstaltung. Die 20 Mädchen und Jungen unter der professionellen und umsichtigen Leitung von Ute Hormuth - am Klavier begleitet von David Schneider – begeisterten sichtlich das Publikum.
Die „Musikjugend“ hatte mit Eltern sowie David Kuppetz und Kirsten Pfaffmann an den Gitarren einen ganzen Programmpunkt mit Instrumentalstück, Gedicht, Adventslied und einem besinnlichen Kerzenspiel eingeübt und zeigte stolz und mit großem Engagement ihr Können. Emilia und Lea Kuppetz, Jona und Milla Habermehl sowie Marie Pfaffmann, die aufgrund der leider erkrankten Partnerin Lucy Hammann, einen Poi-Tanz zu einem Weihnachtsmedley solistisch aufführte, ernteten verdienten großen Applaus.
Mit einer Weihnachtsgeschichte und einem Gedicht trugen der 1. Beigeordnete Helmut Hoos sowie Kulturvereins-Vorsitzender Klaus Vonnieda ebenfalls zum Programm bei.
Der Gemischte Chor des Kulturvereins unter der Leitung von Beate Dittmann umrahmte mit weihnachtlichen Liedbeiträgen Dittmann die Feier.
Die LandFrauen sorgten wieder für das leibliche Wohl. Die Getränkebewirtung, die jährlich zwischen FSV und Kulturverein wechselt, übernahm der Kulturverein, der den Reinerlös hieraus für die Musikförderung an der Gäuschule spendete.
Mit einem gemeinsamen Weihnachtslied endete auch in diesem Jahr die wieder gelungene Veranstaltung.
Die Aktiven der 1. Fußballmannschaft der FSV hatten zum zweiten Mal eine Tombola mit attraktiven Preisen zusammengestellt und sorgten im Anschluss an die Veranstaltung für viele zufriedene Gewinner.


Jungstörche Pauline und Simon beringt
Am vergangenen Freitag wurden im Beisein von rund 70 interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern durch Christian Reis von der Aktion Pfalzstorch die beiden Storchenjungen beringt. Die durch eine durch Ortsbürgermeister Daniel Salm geleitete Versteigerung ermittelten Storchenpaten Michael Verstegge und Heike Dernberger haben dem Jungstörchen-Pärchen die Namen Pauline (DER AW 502) und Simon (DER AW 503) gegeben. Der Versteigerungserlös wurde der Aktion Pfalzstorch übergeben. Wie die Aktion Pfalzstorch aufgrund ihrer Recherchen mitteilt, hatte von 2014 bis 2017 das Storchenpaar mit den Ring-Nummern DER AF 734 (Männchen) und DER AK 561 (Weibchen) das Nest auf dem Haus der Gemeinde in der Hauptstraße 63 besetzt. Das am 17.07.2010 beringte Männchen stammt aus Leimersheim, das am 12.06.2012 beringte Weibchen kam aus Rußheim. Das Storchenpaar hat zwischen 2014 und 2016 je zwei, 2015 und 2017 je drei, insgesamt also zehn Junge großgezogen, die auch alle beringt wurden. In diesem Jahr kam das Weibchen anscheinend nicht mehr zurück und ein anderes, leider unberingtes, junges Weibchen hat sich mit dem „alten“ Männchen gepaart. Aus dieser Brut gingen die nun beringten Jungstörche Pauline und Simon hervor.


Dorfälteste Franziska Thumel im Alter von 103 Jahren verstorben
Franziska Thumel, älteste Mitbürgerin unseres Dorfes, ist am 13. Dezember im Alter von 103 Jahren verstorben.
Sie wurde 1915 in Oelde (Westfalen) – noch im Kaiserreich - geboren und wuchs als Jüngste mit drei Schwestern und zwei Brüdern auf. Sie überlebte alle ihre Geschwister; mit ihrer ältesten Schwester, die 102 Jahre alt wurde, teilte sie die guten Gene für ein hohes Alter. Gerne erinnerte sie sich an ihre schöne Kindheit und das intensive Familienleben.
Nach ihrer Schulzeit besuchte sie eine private Handelsschule und machte danach eine Ausbildung in einem Konfektionsgeschäft.
In Gütersloh heiratete sie Karl Kamp, der jedoch seit 1944 als Soldat in Russland vermisst wurde; Tochter Karin war damals gerade zwei Jahre alt.
1951 heiratete sie Walter Thumel, mit dem sie Sohn Norbert bekam. Zusätzlich zu ihrer Arbeit als Hausfrau und Mutter arbeitete sie bei verschiedenen Firmen im Büro, im Verkauf, bewirtschaftete einen Kiosk oder trug auch Zeitungen aus.
Mit ihrem Ehemann Walter Thumel zog sie nach 60 Jahren 2005 nach Freimersheim, wo sie im Haus ihres Sohnes eine eigene Wohnung bezogen. Im Jahr 2011 starb ihr Ehemann im Alter von 97 Jahren und kurz danach, 2012, ihre Tochter. Zwei Enkel und zwei Urenkel gehören noch zu ihrer Familie.
Sehr stolz war sie darauf, dass sie in ihrem ganzen Leben, auch in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, die von Hunger und Frieren geprägt waren, keine Unterstützung benötigte und sich selbst versorgen konnte. Diese Energie hielt sie ihr ganzes Leben aufrecht und sie schaffte es auch, 2017 nach einem Sturz mit Oberschenkelbruch wieder laufen zu lernen.
Überhaupt, das Laufen: Ihr gesundes Leben, das viele, teilweise tägliche Wandern im Teutoburger Wald und ihre täglichen Übungen um beweglich zu bleiben seien der Grund für ihr hohes Alter, war sie fest überzeugt.
Sehr stolz war sie darauf, dass zu Ehren ihres 100. Geburtstages ein Baum gepflanzt wurde, der auf ihren Wunsch auf dem Friedhof in Freimersheim, ganz in der Nähe des Grabes ihres Mannes, und nun auch ihres, seinen Platz bekam.
Franziska Thumel wurde am Freitag, 28. Dezember um 14.30 Uhr beigesetzt. dnb


Trauer um Ehrenbürger Kurt Rummel

Freimersheim trauert um seinen Ehrenbürger Kurt Rummel, der am 15. April im Alter von 92 Jahren verstarb.
Der Verstorbene, in Freimersheim von allen nur „„de Boss“ genannt, hat den Gäu-Ort, dem er von 1964 bis
1979 als Ortsbürgermeister vorstand, und vor allem auch die Freimersheimer Sportvereinigung geprägt.
Er führte „„seinen“ Verein seit der Gründung 1961 bis 1991.
In die Zeit als Ortsbürgermeister fielen der Umbau des Rathauses mit Bau der Kulturhalle, die
1200-Jahr-Feier 1971, die Wasser-Verbundleitung nach Altdorf mit Anschluss zur Haßlocher Gruppe sowie
einige Baugebiete. Von 1984 bis 1998 führte er den Fraktionsvorsitz der FWG im Verbandsgemeinderat
Edenkoben.

In seine Zeit als Vorsitzender des FSV fiel der Bau des Sportplatzes, des Sportheims mit Erweiterungsbau,
der Umbau des Sportplatzes zum Tennenplatz sowie die Planung und Bauphase der Tennisplätze. Durch
seine Freundschaft zu Fritz Walter wurde das Turnier um den Fritz-Walter-Wanderpokal aus der Taufe
gehoben, das seit über 50 Jahren jährlich ausgetragen wird. Zum Dank für seinen Einsatz wurde er 1991
zum Ehrenvorsitzenden ernannt und gehörte dadurch bis zuletzt dem Geschäftsführenden Vorstand an.

Schon von seinem Elternhaus eine frühe verantwortliche Selbstständigkeit gewöhnt, wurde er nach Krieg
und Gefangenschaft Handlungsbevollmächtigter bei Gummi-Mayer und Mitglied der Geschäftsleitung der
Gumasol-Werke. Von 1954 bis 1964 war er Raiffeisenrechner für Bank und Warengeschäft und für die
Bauplanung des ehemaligen Raiffeisengebäudes in der Ackergasse verantwortlich. Daneben war er über
50 Jahre aktiver Sänger des MGV Freimersheim, führte Anfang der 1950er Jahre Regie bei der örtlichen
Theatergruppe und stand dieser noch lange beratend zur Seite.
Seine vielen Verdienste wurden mit der Ehrennadel des Landes, durch den Gemeinde- und Städtebund,
mit der Goldenen Wappennadel des Landkreises Südliche Weinstraße und mit Goldenen Ehrennadeln von
Sportbund und Fußballverband und der Sportehrenplakette des Kreises für 40 Jahre Ehrenamt gewürdigt.
Sein Heimatort dankte ihm für seinen Einsatz im Jahr 2000 mit der Ernennung zum Ehrenbürger.
„Verantwortung kann auch Vergnügen sein“ lautete stets sein Fazit zu seinem herausragenden Engagement.
Einen schweren Schicksalsschlag musste er 1998 mit dem Unfalltod seines Sohnes Paul verkraften.
Kurt Rummel wurde am 20. April auf dem Friedhof in Freimersheim unter großer Anteilnahme der
Bevölkerung und zahlreicher Weggefährten beigesetzt.
Sein Wirken wird unvergessen bleiben!